ÜBER 100 JAHRE ABSTINENZ
Nicht nur Schottland, Irland und Amerika haben eine alte Whisky-Tradition, sondern auch das schöne Wales im Weszen Englands, welches Persönlichkeiten hervorbrachte, die die heutige Whisky-Welt beeinflussten.
1705 gab es eine kleine Brennerei im Norden von Dale, Pembrokeshire, welche der Familie von „Evan Williams“ gehörte. Als diese kurze Zeit später nach Kentucky auswanderten, gehörten sie zu den Mitbegründer der US-Whiskyindustrie. Jack Daniel war auch ein gebürtiger und ausgewanderter Waliser. Diese jahrhundertalte Verbundenheit ist heute noch in den einzigartigen Whiskys von Penderyn spürbar, da diese die ersten Jahre in gebrauchten Bourbon-Whiskey-Fässern reifen.
Brennereien und Geniesser hatten es zu dieser Zeit ziemlich schwer. Moral-Apostel zerstörten im missionarischen Eifer wahres Kulturgut. Produzenten und Konsumenten wurden von Glaubensvätern, Politikern und „fleissigen“ Mitbürgern öffentlich gebrandmarkt, gemoppt und boykottiert. Der walisische Zeitgeist hatte damals einfach noch keinen Platz für Engelstropfen und somit schlossen alle Destillerien noch vor der letzten Jahrhundertwende.
Nach über 100 Jahren Stilllegung (1896-1999) gründete sich die „The Welsh Whisky Company“ (walisisch: Y Cwmni Wisgi Cymreig) und so konnte sich Penderyn 1999, wieder wie Phönix aus der Asche erheben.
2004 wurde der erste neuzeitliche Whisky vom höchsten Waliser, Prinz Charles zeremoniell vorgestellt und der Weltöffentlichkeit präsentiert.