Irish Whiskey

Bushmills          Cooley          Jameson

Anfang des 19. Jahrhunderts produzierten in Irland über 2000 Destillerien ihren typischen Irish Whiskey. Nicht nur an der Schreibweise zeigt sich der feine Unterschied zum schottischen Whisky, sondern auch im Geschmack. Sein milder und weicher Charakter ist auf die in Irland typische Dreifachdestillation zurückzuführen. Da irische Mälzer zum Heizen ihrer Darren keinen Torf verwendeten, fehlte ihm auch die Rauchnote.

Im 19. Jahrhundert spielte der irische Whiskey eine bedeutendere Rolle als der Scotch.
In Nachahmung der im 19. Jahrhundert sehr beliebten schottischen Blended Whisky gingen die Iren dazu über, ihren schweren Whiskey aus gemälzter Gerste (Malt) auch mit ungemälztem Getreide (Grain) zu verschneiden. Trotzdem konnten sie mit dem Erfolg der Scotch Whiskies nicht mithalten. Von 1900 bis in die frühen sechziger Jahre verringerte sich die Anzahl der Brennereien in Irland drastisch.

1966 gruppierten sich drei Grossdestillerien, namentlich John Jameson, John Power und die Cork Distillery Company, zu einem Konzern, der Irish Distillers Group Ltd. Daneben produzieren heute noch Bushmill, Colley's und Jameson. Letztere besitzt den grössten Pot Still der Welt (Fassungsvermögen von 32'000 Gallonen).

Heute werden in Irland neben den Blended Whiskeys auch Single Malts produziert, welche noch immer dreifach destilliert und mindestens 5 Jahre im Fass gereift sein müssen.