Der Haecky Stand war brechend voll, also versuchte ich es zuerst bei Glenfahrn. Bei einem Glässchen Bunnahabhain 1968 (40 yo) konnte ich die aktuellsten News mit Albert Iten austauschen. Ich wollte ihn jedoch nicht zu lange von seinem "Job" abhalten und versprach, später nochmals zu kommen... denn er erzählte noch etwas von einem Bowmore 1967...
So ging ich ein Stück weiter zu Jaykson Bilbao (Smuggler). Wie immer, war auch sein Stand zum Bersten voll. Aber es reichte für ein kurzes Hallo und dies genügte auch, da wir uns etwas später bei "seinem" Tomatin Tasting wieder sehen werden. Selbstverständlich hatte er auch eine Penderyn Ecke und ich sah, das "the Managing Director himself" (Stephen Davis) anwesend und auch noch gerade frei war. Also, nichts wie los und mich vorstellen. Stephen freute sich, mich kennen zu lernen (da man in Wales vermutlich schon viel vom DUUDELSAGG gehört hat...) und offerierte mir sofort sein neustes Produkt, den Penderyn 41. Dieser wurde speziell für den französischen Markt entwickelt und wird zukünftig vielleicht auch in die Schweiz importiert. Mir hat er sehr gut geschmeckt, es ist eine sehr schöne Alternative zum 46%igen Madeira Finish. Mal sehen, ob's was wird:
Penderyn 41 Welsh Single Malt Whisky
Der wohl einzige nicht-kühlgefilterte Single Malt Whisky mit 41%vol. Charaktervoll und reichhaltig. Der Penderyn 41 Madeira Finish wird zunächst in Bourbonfässern gereift und erhält anschließend eine Reifung in Madeirafässern. Das macht ihn wunderschön komplex und gibt ihm eine sehr schöne Süße. Die geringere und zugleich ungewöhnliche Alkoholstärke von 41%vol. macht ihn dabei zu einem hervorragenden "Every-Day-Dram".
Nun war die Zeit reif, etwas "Boden zu legen", deshalb gönnte ich mir einen herrlichen Luzerner Whisky Schüpplig. Nach dieser kurzen Pause begab ich mich aufs Seminar Deck, um Jaykson's Einladung zum Tomatin Tasting folge zu leisten. Unter kundiger Leitung von Master Distiller Douglas Campbell konnte ich den Standard Range von Tomatin tasten und einen 30 yo (oder warens 40?!?), der noch gar nicht fertig abgefüllt ist und eine neue Kreation zu Ehren von Douglas' 50(!) jähriger Tätigkeit in der Tomatin Distillery. Auch diese ist noch nicht "gebottled", aber ich denke, sie wird der Renner: ein spannender, charakterstarker Highlander!
Nach diesem Tasting erwischte ich endlich den "netten Herrn von Haecky". Martin Jaberg war wieder voll in seinem Element und gönnte mir trotzdem einges seiner kostbaren Zeit. Ich erfuhr wieder einige interessante Neuigkeiten und konnte mich (nebenbei...) doch wieder für die Douglas of Drumlanrig Serie erwärmen. Der Hammer: ein 10yo Laphroaig. Ich werde nun sicher wieder die Insel Malts dieser tollen Reihe in den DUUDELSAGG stellen. Und dieser Laphroaig ist ein Kandidat für den 7. Mai !
PS: Den Dalmore 40yo wollten sie nicht aufmachen, komisch... (Preis: 2'999.--).
Zwischendurch versuchte ich die Whisky Glaces vom Bauernhof. Diese sind sehr sehr lecker und ich bin mit dem Hersteller im Gespräch, ob ich diese vielleicht in mein Sortiment aufnehme. Sie sind biologisch und pasteurisiert, dadurch immerhin 8 Monate haltbar. Mal sehen...
Um 23 Uhr war dann auch schon wieder das 2011er Schiff zu Ende. Ich verabschiedete mich von "meinen" Lieferanten und spazierte zu meiner Unterkunft.
Philipp Buser/1.4.2011